Mehrsprachige Bildung im Kontext von Diversität – Erkenntnisse aus den bisherigen Erfahrungen

  • Die Kurzfassung in deutscher Sprache finden Sie hier.

Mehrsprachigkeit hat zwar schon immer zu Europa gehört, seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist sie aber auch ein wichtiges Element vieler nationaler Bildungssysteme. Die komplexe sprachliche Landschaft moderner Klassenzimmer hat mehrere Ursachen: das Vorkommen historisch nicht dominanter Sprachgruppen, zunehmende Mobilität und neue Migrationswellen, die zahlreiche neue Sprachen in die Schule bringen, und neue Vorgaben an das Bildungswesen aus dem Arbeitsmarkt, der mehrsprachige und multiliterale Bürger verlangt. Die Bildungssysteme stehen vor der Herausforderung, sich an diese komplexen Realitäten anzupassen und eine hochwertige Bildung zu vermitteln, die die Bedürfnisse der Lernenden und deren vielfältige sprachliche und kulturelle Ressourcen berücksichtigt und mit den sozialen, kulturellen und politischen Anforderungen abstimmt. Aus diesem Grund ist es notwendig, bewährte Verfahren und erfolgreiche politische Ansätze bei der Umsetzung von mehrsprachigem Unterricht in den Schulen der Mitgliedstaaten und weltweit zu dokumentieren und effiziente und innovative Lehr- und Lernstrategien zu entwickeln. Dieser Bericht baut auf den Ergebnissen der Studie der Europäischen Kommission „Sprachunterricht und Sprachenlernen in mehrsprachigen Klassen“ auf und analysiert eingehend, wie die nationalen Bildungssysteme Mehrsprachigkeit in der Schule besser fördern können.