Transformation europäischer FBBE-Dienste und Grundschulen in professionelle Lerngemeinschaften: Faktoren, Hindernisse und Wege

Nima Sharmahd, Katrien Van Laere, Tajana Vonta, Chris De Kimpe, Sanja Brajković, Laura Contini, Donatella Giovannini
Analytischer Bericht, 2017
  • Die Kurzfassung in deutscher Sprache finden Sie hier.

Forscher und internationale Organisationen stimmen weitgehend darin überein, dass die Qualität der frühkindlichen Betreuung, Bildung und Erziehung (FBBE) und der Schulen von gut ausgebildeten und kompetenten Mitarbeitern abhängt). Der zeitgenössische Beruf des Erziehers bzw. Lehrers ist sehr komplex geworden (Europäische Kommission, 2011a); aus diesem Grund benötigt das Personal in FBBE und Schulen mehr Unterstützung, die sowohl in die Erstausbildung als auch in die berufliche Weiterbildung integriert werden könnte. Die komplexen vielfältigen Gesellschaften, in denen wir leben, machen es heute unmöglich, standardisierte Lösungen für alle Familien bzw. Kinder zu finden. Deshalb sind Verhandlung und Reflexion wesentliche Kompetenzen, die von Praktikern bzw. Lehrern in FBBE-Diensten und Schulen genutzt werden müssen, um die pädagogische Praxis zu kontextualisieren und an die Vielfalt von Kindern und Familien anzupassen. Diese Kompetenzen haben jedoch in traditionellen Formen der Weiterbildung (z. B. Seminare oder Top-Down-Ansätze) keine hohe Priorität. Deswegen sollten sie in ergänzende Ansätze der beruflichen Weiterbildung integriert werden, die sich auf die aktive und demokratische Beteiligung der Mitarbeiter konzentrieren.